Die letzten Waldgräber auf dem Grenzfriedhof

Die letzten Waldgräber auf dem Grenzfriedhof

Über den früheren Friedhof von xy wachsen seit 69 Jahren Gras und Bäume.

Einen Friedhof wie diesen gibt es in der ganzen Gegend nicht. Zwischen den hohen Bäumen, die sie längst überwachsen haben, wirken die wenigen Grabsteine klein und verloren. Viele Gräber sind in sich zusammengesunken, das Moos hat Besitz vom Granit ergriffen, nur in Umrissen sind manche Grabstellen noch erkennbar.

 

Der alte Friedhof im Wald neben der Grenzkirche x (heute Österreich) und y (heute Ungarn) wo sie noch zur selben Pfarre gehörten. So wie die Kirche selbst war auch der Friedhof ein gemeinsamer. Die letzte Person wurde hier im Jahr 1948 begraben. Dann begann der Verfall von Kirche und Friedhof im Sperrgebiet am Eisernen Vorhang.

An vier Gräbern findet man aber auch heute noch Kerzen und Blumen. Die Nachfahren der letzten Bestatteten aus x gedenken hier der Toten. Zu ihnen gehört auch der aus x abstammende Walter Jost aus Wien. „Meine Großeltern Theresia und Franz Jost wurden hier begraben. Sie waren aus x , und ich komme mehrmals im Jahr zum Grab“, erzählt er.

Sein Großvater Franz starb 1945 im Alter von 73 Jahren, drei Jahre später folgte Josef Bartl, der damalige Pfarrer von x. Er war der Letzte, der auf dem Friedhof x bestattet wurde.

Bericht und Bilder zur Verfügung gestellt von Martin W.

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